heute wurde schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen dem Bewuchs am Gleis an den Kragen gegangen - so e bissl zumindest. Mit 204 237 und 204 425 schickten sich zwei rote V100 an, den Unkrautgiftzug in ihre Mitte zu nehmen und die Strecken ZF, FM, HOe und (teilweise) DW zu behandeln. Da ich dieser Tage noch etwas Freizeit habe, ging es kurzentschlossen dem Zug entgegen nach Stenn, wo die ZF vormittags um neune ins Licht dreht. Auf dem Weg ins Schönfelser Land allerdings noch kurz an der Muldenberger Talsperre gebremst für den obligatorischen "Good Morning, Vogtland"-Schuss auf die VBG im ersten Tageslicht. 650 569 als DRB-G 20806 Kraslice - Zwickau Zentrum rollt hier also dem nächsten Haltepunkt Muldenberg Floßplatz entgegen. Oberhalb vom Bahnhof Muldenberg ist Vegetationspflege bitter notwendig, wie man am Bewuchs neben und im Gleis erkennen kann. Aber mit Chemie ist da nix, Trinkwasserschutzgebiet halt.
Am Ziel eingetroffen, dauerte es gar nicht lange, bis zunächst VT69 zurückkam ... (DRB-G 20811 Zwickau Zentrum - Sokolov)
... bevor sich dann in der nächsten Taktlücke auf der Strecke nach Voigtsgrün - Falkenstein der von 204 237 angeführte Giftzug gen Oberes Vogtland an den beiden Pfeiftafeln am Hp Stenn ankündigte. 204 237 und 204 425 mit NbZ 93701 Chemnitz - Muldenberg.
Dank großzügiger Fahrzeiten konnte ich das Sandwich nicht nur bequem überholen, sondern auch noch den Einschnitt unterhalb des Hp Grünbach erklimmen. Die Schatten zogen sich rechtzeitig aus dem Gleis zurück und nach dem Regionalverkehr machten dann die (Ableger der) Lokomotiven der einstigen Stammbaureihe der Einsatzstelle Falkenstein lautstark auf sich aufmerksam. Beide Maschinen am Arbeiten, dabei musste ich an einen meiner ersten Tage bei der Vogtlandbahn zurückdenken: Erste Belehrungsfahrt auf dem RVT früh um fünfe 20801 nach Zwotental (damals, vor zehn Jahren, gab es diesen Zug noch) beim altgedienten Lokomotivführer des Bw Falkenstein D.F., wie er mir geraten hat: "Unterschätz mir fei ja net unnere Gebirgsstrecken do hier, die kennes ganz schee in sich hoom!" Recht hat er, v.a. im Herbst und im Winter.
Eine weitere Aufnahme habe ich an der Lohbergbrüke angefertigt.
(Zur Rückfahrt Muldenberg - Zwickau war der Einschnitt schön im Licht. Ich konnte es mir allerdings nicht verkneifen, diesen Nachschuss in einen "Vorschuss" durch nachträgliches digitales Einschalten des Spitzensignals umzuwandeln.....)
Fazit: War mal wieder ne schöne Aktion. Gruß an die Getroffenen, in die Führerstände, an die werte Leserschaft und nochmal besonderen Dank an den Handyortungsservice in Stenn Kevin
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