#1 Das ÖV-Angebot im Kanton Freiburg wird weiter ausgebaut. von Honkytonk 22.05.2012 18:09

Die erste Linie der RER Fribourg|Freiburg, die Linie Bulle–Romont–Freiburg–Bern, entspricht ganz offensichtlich den Erwartungen der Bevölkerung. Dies zeigt die Zahl der Passagiere, die selbst an den Wochenenden die optimistischsten Prognosen übertraf. Die Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion (RUBD) will das ÖV-Angebot für den Fahrplan 2013 weiter ausbauen. Auf diesen Termin sollen die RER Süd zwischen Bulle und Palézieux in Betrieb genommen und das Regionalbus-Angebot im ganzen Kanton verstärkt werden.
Das Passagieraufkommen in der RER Fribourg|Freiburg übertrifft alle Erwartungen
Die erste Etappe der RER Fribourg|Freiburg ist ein voller Erfolg. Pro Tag benutzten durchschnittlich über 3500 Passagiere die Züge der Linie Bulle–Romont–Freiburg–Bern. Entsprechend erfreut zeigten sich die TPF und SBB am Montag (21. Mai 2012) anlässlich einer ersten Bilanz zur Freiburger S-Bahn, die diese beiden Transportunternehmungen seit dem 11. Dezember 2011 gemeinsam betreiben.
Die Pendlerinnen und Pendler sowie die Schülerinnen und Schüler gewöhnten sich rasch an die Tatsache, dass der Regionalbus zwischen den beiden grossen Agglomerationen des Kantons durch diese neue Zugverbindung ersetzt wurde. Die neue S-Bahn erfreut sich aber auch ausserhalb der Stosszeiten einer grossen Nachfrage. Der attraktive Taktfahrplan und das moderne Rollmaterial sprachen auch neue Kundinnen und Kunden an. So stieg die Passagierzahl zwischen Bulle und Romont in den ersten Monaten des Betriebs um 28 % an. Gerechnet hatte man mit einem Plus von 15 % innerhalb eines Jahres.
Auch die Zahlen für die Wochenenden vermochten positiv zu überraschen. Bei einem durchschnittlichen täglichen Werktagsverkehr von 1600 Personen benutzten am Samstag oder Sonntag so viele Personen den Zug wie vorher unter der Woche den Schnellbus via Autobahn. Der Stundentakt an den Wochenenden ist für die berufsbedingten Fahrten am Samstag wie auch für den Freizeit- und Tourismusverkehr attraktiv.
Bei der Pünktlichkeit müssen noch Anstrengungen unternommen werden. Im April kamen 93,4 % der Züge mit weniger als 3 Minuten Verspätung an. Der kommende Fahrplan sollte die Situation in Bulle verbessern helfen. Die ersten Betriebsmonate waren denn auch alles andere als beschaulich: Die Kälte und der Wind hatten einige bedeutende Pannen zur Folge. Ausserdem mussten die Flirt-Kompositionen für ein paar Tage aus dem Betrieb genommen werden, um die Radsätze zu bearbeiten, nachdem eine aussergewöhnlich hohe Abnutzung festgestellt worden war.
Bei diesen Ereignissen war die Zusammenarbeit der beiden Partner äusserst effizient. Sowohl die SBB, die kurzfristig Rollmaterial zur Verfügung stellten, als auch die TPF, die die Passagiere mit Ersatzbussen transportierten, stellten ihr Fachwissen und ihren Willen, den bestmöglichen Dienst am Kunden zu bieten, unter Beweis.
Das öffentliche Verkehrsangebot wird weiter ausgebaut. Die Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion (RUBD) will das ÖV-Angebot für den Fahrplan 2013 weiter ausbauen. Denn die Mobilität ist von grösster Bedeutung für die Zukunft des Kantons Freiburg.
Die erste Etappe der RER Fribourg|Freiburg wird mit der Einführung des Stundentakts zwischen Bulle und Bern von Montag bis Sonntag (gegenwärtig Montag bis Freitag) ergänzt. Ausserdem wird der Halbstundentakt zwischen Bulle und Freiburg ebenfalls auf das Wochenende ausgedehnt. Mit der RER Süd wird das Angebot im Süden des Kantons ausgebaut. In diesem Rahmen sind jeden Tag halbstündliche Zugverbindungen zwischen Châtel-Saint-Denis und Palézieux sowie – zu den Spitzenzeiten an den Werktagen – zwischen Semsales und Bulle vorgesehen. Zwischen Bulle/Broc und Montbovon wird des Weiteren 7 Tage die Woche der Stundentakt gelten.
Auch das Regionalbus-Angebot wird ausgebaut, um die wichtigsten Bedürfnisse in den Regionen abzudecken. Nicht weniger als 500 000 zusätzliche Kilometer werden angeboten werden. Und schliesslich ist noch zu erwähnen, dass die Direktverbindungen Palézieux–Freiburg–Bern und Romont–Lausanne–Genf mit den neuen RegioExpress-Kompositionen beibehalten werden.
Der Fahrplanentwurf 2013 wird vom 29. Mai bis zum 15. Juni 2012 öffentlich aufgelegt. Die Änderungen müssen noch im Rahmen der Prüfung des Staatsvoranschlags 2013 vom Staatsrat und vom Grossen Rat genehmigt werden.

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