#1 DOMMITZSCH - Elblandbahn startet durch von Baureihe 143 06.12.2017 21:50

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Dommitzsch. Der Verein Elblandbahn bläst zur neuen Offensive. In den nächsten Monaten will man dem erklärten Ziel – der Wiederbelebung der Bahnstrecke Torgau-Dommitzsch-Pretzsch – ein weiteres Stück näher kommen.

Ohne sich jedoch wieder unter Druck zu setzen, wie Vereinschef Andreas Hesse betont. Der Gedanke von Pendelfahrten am Tag der Sachsen hätte sicher seinen Reiz, aber bis dahin werde es bestimmt nicht klappen, heißt es.

So viel räumt der Vorsitzende ein: Das Großprojekt gestaltet sich schwieriger und zäher als anfangs erwartet. Ursprünglich war ja mal angedacht, die ersten Züge schon im Reformationsjahr fahren zu lassen. „Wir werden uns jetzt weiter in Richtung Torgau vorarbeiten, um die Gleise vom Bewuchs freizuschneiden“, nennt Andreas Hesse konkrete Schritte. Mehrere große Arbeitseinsätze sind bis Weihnachten und darüber hinaus geplant. Wobei das Engagement jenseits der Landesgrenze noch viel größer sei. „Die Gemeinde Bad Schmiedeberg ist richtig dran. Die Ortsbürgermeisterin von Pretzsch lässt nicht locker und ruft immer wieder zu Aktionen auf“, schwärmt der Vereinschef. Unterstützung leisten dort freiwillige Feuerwehren und der Heimatverein.

So wie im Bereich Dommitzsch sollen sich bald auch benachbarte Streckenabschnitte präsentieren – vor allem die Etappe Dommitzsch bis Welsau. Hier konzentrieren sich in den nächsten Wochen auf sächsischer Seite die Kräfte. Im März wolle man unter anderem einen Zwei-Wege-Bagger zum Einsatz bringen – einen, der auf Straße und Schiene agieren kann. Sobald das Strauch- und Buschwerk beseitigt ist, soll eine Schadensaufnahme erfolgen. „Wir stehen mit einer Gleisbaufirma in Kontakt und rechnen demnächst mit Angeboten“, erklärt Hesse.

Die 30 Vereinsmitglieder aus ganz Deutschland seien größtenteils eingefleischte Eisenbahnfans mit guten Beziehungen und Fachwissen. Mangels Sponsoren werde man viel aus eigener Tasche finanzieren und mit Eigenleistungen abdecken müssen, hält sich der Vorsitzende beim Thema „Kosten“ und „Bezahlen“ sehr zurück. Schotter will man in Kürze aus dem Steinbruch Wurzen beziehen, Schwellen muss man entweder von der Bahn oder direkt vom Hersteller kaufen. Stellwerks-Teile werden im Moment gesucht.

Zwei Bahnübergänge gelten derzeit noch als Problemstellen: Jener in der Döbernschen Straße in Torgau ist beim Ausbau der Fahrbahn komplett entfernt worden, hier kämpft der Verein um einen Ersatzneubau. Der „BÜ“ in der Dahlenberger Straße in Wörblitz sei dagegen mit 35 Zentimeter Asphalt überzogen. Man sei dran, sagt Hesse. Ebenso, was den Anfahr-Schaden an der Eisenbahnbrücke kurz hinter der Landesgrenze/L129 betrifft. Die neue Erschließungsstraße bei Dommitzsch werde mit einem Übergang ohne technische Sicherung (nur Andreaskreuz) ausgestattet.

Ein Rückschlag für den Verein war, dass der Landkreis kein Interesse zeigte, einen regulären Personenverkehr in Richtung Wittenberg zu bestellen. Damit wird es wohl nur bei Güterzügen bleiben, die gelegentlich die Strecke passieren. „Hierfür gibt es schon Kunden aus der Lausitz/Brandenburg, aus Barby, Zeithain, Nossen und aus Ostfriesland“, zählt Andreas Hesse auf. Er hofft noch, dass sich einheimische Unternehmen später auch für das Angebot erwärmen können, beispielsweise die Getreide AG oder bestimmte Metallverarbeitungsfirmen. Darüber hinaus plant der Verein zu bestimmten Festen und Anlässen Sonderfahrten zwischen Torgau und Pretzsch, wenn die Strecke wieder intakt ist.

Quelle: http://www.torgauerzeitung.com/Artikel/d...tailModus(91155)

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