#1 Extrem leise und beschleunigen wie eine Rakete: Die Zukunft der Saalebahn von hzol 06.06.2012 11:55

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Morderne Triebwagen "Talent 2" im Praxistest: Ein Eichichter Bahnmitarbeiter hat die Zukunft der Saalebahn an seinem Arbeitsplatz in Nürnberg jeden Tag vor Augen. 21 nagelneue Triebwagen von Bombardier werden künftig zwischen Jena und der fränkischen Metropole verkehren.

Nürnberg/Eichicht. Stephan Fantner hat die Zukunft jeden Tag vor Augen. Wenn der 49-Jährige auf seinem beschwerlichen Arbeitsweg von Eichicht über Saalfeld nach Nürnberg aus dem ICE steigt und in Deutschlands modernstem Regiowerk den Blaumann überstreift, hat er immer häufiger mit dem zu tun, was nach dem ICE auf der Saalebahn kommen wird. "Talent 2" heißen die hochmodernen Triebwagen, die spätestens ab dem nächsten Fahrplanwechsel im Dezember durchgängig zwischen Jena und Nürnberg verkehren sollen. Ab 2017, wenn der ICE seinen Weg über Erfurt nimmt, werden sie das Bild im Saaletal prägen.

"Die Auslieferung ist im vollen Gang", sagt der Eichichter, der bis 2001 als Elektromonteur für Lokomotiven in Saalfeld arbeitete, danach fünf Jahre in Baden-Württemberg und seit 2007 bei der DB Regio in Nürnberg tätig ist. 63 Einheiten des "Talent 2" hat die fränkische Bahn-Tochter bestellt, 42 für den S-Bahn-Verkehr in und um Nürnberg, der Rest fürs E-Netz Franken, das schon jetzt die Relation Jena-Nürnberg bedient.

Weil es Probleme mit der Auslieferung gab, ist bei den im Zwei-Stunden-Takt verkehrenden Zügen bisher ein Umstieg in Lichtenfels notwendig. Auf bayerischer Seite fährt man im Doppelstockzug, in Richtung Norden in Dieseltriebwagen mit Neigetechnik. Die schaffen es schon heute in 32 Minuten von Saalfeld nach Jena, womit man nur unwesentlich langsamer ist als im ICE. Das wird sich mit "Talent 2" kaum ändern.

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