#1 Mehr Züge: DB erweitert Intercity-Flotte kurzfristig um 17 neuwertige Doppelstockzüge von Baureihe 143 07.08.2019 20:12

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DB unterzeichnet Kaufvertrag mit österreichischer Westbahn • Einsatz der Züge bereits ab Frühjahr 2020 • Fahrgäste der neuen IC-Linie Dresden – Berlin – Oranienburg – Rostock werden Premierengäste

Die Deutsche Bahn (DB) beschleunigt den Ausbau ihres Angebots im Fernverkehr. Mit dem kurzfristigen Kauf von 17 hochwertigen Doppelstockzügen, die bisher bei der österreichischen Westbahn im Einsatz sind, verstärkt der Konzern seine Intercity-Flotte. Die Fahrzeuge sind größtenteils erst zwei Jahre alt und haben bei Kunden höchste Zufriedenheitswerte erreicht.

DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber erklärte anlässlich der Unterzeichnung des Kaufvertrags mit Westbahn-Geschäftsführer Dr. Erich Forster: „Wir wollen die Schiene in Deutschland stärken und die Fahrgastzahlen im Fernverkehr verdoppeln. Der kontinuierliche Flottenausbau ist dafür eine wesentliche Voraussetzung. Mit dem Kauf der Züge von der Westbahn erweitern wir das Platzangebot für unsere Kunden um fast 7.000 Sitzplätze – und dies bereits sehr kurzfristig. Die Züge sind in einem hervorragenden Zustand und bedeuten Komfort und Zuverlässigkeit für unsere Kunden“.

Die hochwertigen Züge des Schweizer Herstellers Stadler Rail sind bis zu 200 km/h schnell und bestehen aus vier bzw. sechs Wagen mit über 300 bzw. 500 Sitzplätzen. Auf zwei Etagen gibt es komfortable Sitzlandschaften und viel Bewegungsfreiheit. WLAN und Steckdosen an jedem Platz sind Teil der Ausstattung. Auch ein gastronomischer Service ist vorgesehen. Die vorhandenen Bereiche für Reisende mit Mobilitätseinschränkungen, für Gepäck und Fahrräder werden entsprechend üblicher DB-Standards noch erweitert. Eine neue Außenlackierung macht den Zug zum unverkennbaren Mitglied der Intercity-Familie.

Die DB erhält die ersten Züge bereits im Dezember und wird sie als Intercity 2 auf der neuen Linie Dresden – Berlin – Oranienburg – Rostock einsetzen, sobald die erforderlichen Test- und Schulungsfahrten abgeschlossen sind.

Bereits ab Frühjahr 2020 sollen die Züge im Zwei-Stunden-Takt pro Tag und Richtung auf der neuen Linie verkehren. Damit löst die DB ihr Versprechen ein, die Flächenländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen wieder besser an das Fernverkehrsnetz anzuschließen. Bis die Züge im Einsatz sind, startet die neue Linie zunächst mit Intercitys der ersten Generation.

Quelle: https://www.deutschebahn.com/de/presse/p...FKt8SxhvVFtbAYI

#2 RE: Mehr Züge: DB erweitert Intercity-Flotte kurzfristig um 17 neuwertige Doppelstockzüge von Baureihe 143 07.08.2019 20:22

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Neuer Nacht-IC für Jena geplant! Noch nicht offiziell, aber sehr wahrscheinlich:

Ab 2020 soll ein neuer Nacht-IC Warnemünde - Wien über Berlin, Jena und Nürnberg verbinden. Der Zug würde für Jena vor allem aus Richtung Rostock und Berlin sinnvolle späte Anreisemöglichkeiten bieten und wäre eine gute Option, um sehr früh z.B. in Berlin oder Nürnberg zu sein oder über Nacht nach Wien zu reisen.

Die ungefähren Abfahrts-/Ankunftszeiten von Norden: Rostock ab 20:25, Berlin ab 22:30, Leipzig ab 23:50, Jena an 1:19/1:27 Paradies/Hauptbahnhof (Gö), Nürnberg an 5:45, Wien an 10:45. Von Süden: Wien ab 19:15, Nürnberg ab 23:45, Jena an 2:51/2:58 Hauptbahnhof (Gö)/Paradies, Leipzig an 4:58, Berlin an 6:25, Rostock an 8:36.

Eingesetzt werden sollen die KISS-Doppelstock-IC, die die DB erst vor wenigen Tagen von der österreichischen Westbahn gekauft hat (siehe unten). Ähnlich wie das heutige Zugpaar der IC-Linie 61 sind die Nacht-KISS Überführungsfahrten, die für Fahrgäste nutzbar gemacht werden. Das soll unsere Freude aber nicht trüben, denn es zeigt das Bemühen der DB, Jena im Fernzug-Angebot zu berücksichtigen. <ob/hs>

Quelle: Mir Unbekannt

#3 Neuer Intercity soll von der Ostsee bis in die Alpen fahren von Baureihe 143 10.08.2019 21:18

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Neuer Intercity soll von der Ostsee bis in die Alpen fahren

Erlebt der Nachtzug ein Comeback? Fahrten von spät bis früh durch Deutschland bieten derzeit vor allem ausländische Unternehmen an. Die Deutsche Bahn liebäugelt aber mit einem IC von der Ostsee bis nach Wien. Allerdings ohne Schlafwagen.

Die Deutsche Bahn plant derzeit eine Nacht-Intercity-Linie, die von der Ostseeküste über Berlin bis nach Wien fahren soll. Laut einem Bericht der "Berliner Zeitung" könnte die Bahn dafür doppelstöckige IC-Waggons auf die Gleise schicken, die mit bis zu 200 Stundenkilometern unterwegs sein können. Bereits im Juli hatte die Bahn bekanntgegeben, 17 gebrauchte, aber "neuwertige", Zugeinheiten von der österreichischen Westbahn erworben zu haben [bahn.de].
Österreichischer "Nightjet" schon jetzt im Einsatz

DB-Sprecher Ingo Priegnitz bestätigte rbb|24 am Freitag, dass diese zwei Jahre alten Züge derzeit noch zwischen Salzburg und Wien verkehren und im Dezember der Bahn übergeben werden sollen. Nach ihrem Umbau sollen sie ab dem Frühjahr zunächst auf der IC-Linie zwischen Rostock, Berlin und Dresden zum Einsatz kommen, auf der die Bahn den Takt schrittweise auf bis zu acht Fahrten pro Tag in beide Richtungen verdichten will.

Laut Zeitungsbericht sollen einige der neuen Züge aber auch als Nacht-IC von der Ostsee in die Alpen fahren: Von Warnemünde über Rostock, Berlin, Leipzig, Jena, Saalfeld, Nürnberg, Regensburg, Passau und Linz bis nach Wien. Eine direkte Nachtzugverbindung in die österreichische Hauptstadt gibt es ab Berlin allerdings auch heute schon: Seit vorigem Dezember fährt vom Hauptbahnhof der sogenannte "Nightjet" der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) auf einer südöstlichen Route über Breslau nach Wien.

Im Sitzen bis nach Wien?

DB-Sprecher Priegnitz betonte gegenüber rbb|24, dass die neue Linie sich derzeit noch in der Planung befinde. "Der Stand kann sich in den nächsten Wochen noch einmal ändern, deshalb können wir diese Meldung noch nicht bestätigen und vor allem die Haltestellen noch nicht endgültig benennen." Ob die neue IC-Verbindung wirklich kommt, will die Bahn spätestens Mitte September bekanntgeben - dann werden die neuen Fahrpläne veröffentlicht, die ab Dezember gelten.

Fest steht, dass der Nacht-IC wenn überhaupt ohne Schlafabteile auf die Gleise gehen wird. Die Deutsche Bahn verfügt in ihren Nachtlinien nicht mehr über Schlafwaggons, wie sie in den Linien anderer Anbieter, und auch im "Nightjet", angeboten werden. ÖBB-Sprecher Bernhard Rieder sagte rbb|24, dass die Funktion der neuen IC-Linie eher darin bestehe, Reisende auf kürzeren Abschnitten dieser langen Strecke zu transportieren. "Vermutlich möchten die meisten ja nicht im Sitzen von der Ostsee bis in die Alpen fahren."

Berlin-Zürich schon lange "rentabelste Verbindung"

2016 hat der damalige Bahn-Chef Rüdiger Grube die früher unrentablen Schlafabteil-Nachtzüge abgeschafft - trotz vieler Proteste. Über ein schlechtes Geschäft klagt die ÖBB nun allerdings nicht. "Wir hatten im Winter saisonbedingt etwas schwächere Zahlen, aber das hat sich seit dem Frühjahr geändert", sagte Bernhard Rieder. "Wir können mit Sicherheit sagen, dass wir diese Verbindung noch viele Jahre anbieten wollen."

Laut Rieder könnte das Nachtzug-Netz der ÖBB sogar noch erweitert werden: 13 neue Züge habe das österreichische Staatsunternehmen bestellt, mit den neuen Fahrzeugen seien ab 2020/21 auch in Deutschland weitere Verbindungen denkbar. Für die ÖBB sei die rentabelste Nachtzugstrecke sei schon immer die Verbindung von Berlin nach Zürich - über Potsdam, Göttingen und Freiburg. Sie wurde nach einer kurzen Pause wieder aufgenommen und derzeit täglich befahren. Fahrgäste können entscheiden, ob sie im Liege-, Sitz- oder Schlafwagen die Reise auf sich nehmen.

Im Sommer können Berliner direkt nach Malmö fahren

Seit die Deutsche Bahn ihr Nachtzug-Angebot zurückgefahren hat, sind andere Unternehmen nur vereinzelt in die Bresche gesprungen. Ab Berlin ist das Angebot übersichtlicher geworden. Ein russischer Zug fährt zwei Mal pro Woche von Berlin nach Paris - und in die andere Richtung von Berlin über Warschau und Minsk nach Moskau. Die Fahrt in die russische Hauptstadt dauert circa 23 Stunden.

In der Sommerzeit gibt es zwei Mal in der Woche den Berlin-Night-Express, der in 14 Stunden von Berlin ins schwedische Malmö rauscht. Das Besondere: Einen Teil der Strecke legt der Zug dabei auf einer Fähre zurück. Eine Fahrt kostet circa 100 Euro pro Person. Auch die schwedische Bahn hat laut Medienberichten eine Nachtzug-Offensive angekündigt: Die rot-grüne Regierung in Stockholm unterstützt den Ausbau des Angebots demnach finanziell, um das Reisen mit dem Zug gegenüber dem Fliegen attraktiver zu machen.

"Jazz Night Express" war ein einmaliges Angebot

Mit dem ungarischen MAV Start können Berliner außerdem über Nacht nach Budapest reisen – und noch immer bietet die Deutsche Bahn Verbindungen über Krakau ins polnische Przemysl und auf die Ostseeinsel Rügen an [bahn.de].

Eine einmalige Verbindung bot Ende Juni der sogenannte "Jazz Night Express": Ein privater Nachtzug, der vom 28. bis 30. Juni 2019 erstmals zwischen Rotterdam, Amsterdam und Berlin unterwegs war. Bei dem Zug handelte es sich um einen rollenden Jazzclub mit Livemusik, Bar und Retro-Speisewagen. In Schlaf- und Liegewagen konnten Reisende an Bord auch Ruhe auf der langen Strecke finden.

Quelle: https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/...ty-ic-wien.html

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