#1 Attraktivität des Lokführerberufs steigern von hzol 12.07.2012 02:33

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Die Fachgruppe Lokfahrdienst der EVG setzt sich dafür ein, die Attraktivität des Lokführerberufs zu steigern. „Das Berufsbild des Lokführers muss erhalten und geschützt werden“, sagte der neue Sprecher der Lokführer in der EVG, Herbert Mahlberg. „Die Sub-Beschäftigung muss gestoppt werden und sogenannte „selbstständige Lokführer“ haben am Gleis nichts verloren. Lohn- und Sozialdumping und Betrügereien mit der Arbeitszeit werden wir energisch bekämpfen.“

Die neue Zentrale Fachgruppe war Ende Juni konstituiert worden. Als ein weiteres Schwerpunktthema ihrer Arbeit in den kommenden Jahren sieht sie die Forderung nach einer „digitalen Fahrerkarte“, wie sie bereits für Busse und LKW Pflicht ist. „Nur so kann Arbeitszeitverstößen auf dem Führerstand begegnet werden. Die europäisch beschlossene Fahrzeitverordnung muss schneller national umgesetzt werden. Das ist ein wichtiger Schritt für die Sicherheit auf der Schiene“, so Herbert Mahlberg.

Für die Lokführer in der EVG stehe nach wie vor der Solidaritätsgedanke im Mittelpunkt, sagte EVG-Vorstand Reiner Bieck. Man verstehe sich als Eisenbahner, gleich bei welchem Bahnunternehmen und in welcher Tätigkeit. Egoistisches Berufsgruppendenken führe nur zu einer Spaltung der Beschäftigten bei den Bahnen. „Das wird mit uns nicht zu machen sein“, so Bieck.

Herbert Mahlberg tritt als Sprecher der Zentralen Fachgruppe die Nachfolge von Wolfgang Joosten an, der das Amt 18 Jahre lang innehatte. Mahlberg würdigte die Arbeit seines Vorgängers für die Interessen der Lokführer auf nationaler und auch internationaler Ebene. So sei er beispielsweise die treibende Kraft bei der Einführung des Lokführerscheins gewesen.

Als stellvertretende Sprecher der Lokführer in der EVG wurden Frank Riegler aus Nürnberg und Wolfgang Schroeter aus Hamm gewählt. Schriftführer wurde Karsten Ulrichs aus Dortmund.

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